Freitag, 2. April 2010

Kalte Tage... Zeit für Milchkaffee & was Süsses!

uuuuih... es ist immer noch nicht wirklich Frühling geworden und gestern hat es sogar wieder Schnee gegeben... klingt komisch, ist aber so! Es scheint zwar heute in Norddeutschland die Sonne, aber bei 4°C gefühlter Temperatur kommen auch da keine Frühlingsgefühle auf. Na ja, immerhin schneit oder regnet es heute nicht.

Was tun, um sich die Zeit zwischen dem ausgiebigen Frühstück & dem Dinner beim neuen Italiener um die Ecke zu vertreiben? Ganz einfach - Mama's Milchkaffee schlürfen und dazu Zimtbuchteln naschen.

Zimtbuchteln - klingt ja irgendwie komisch dachte ich, als ich in dem neuen Kochbuch, was mir mein Mann vor ein paar Wochen von einem seiner Bookstore Trips mitgebracht hat (damit ich kein Kommentar über die für ihn selber erworbenen Fotobücher fallen lasse?! ), rumgeblättert habe. Das dazugehörige Bildchen versprach aber eine Leckerei, also habe ich es an einem Samstag mit ähnlichen Wetterverhältnissen wie heute mal ausprobiert. Und ich muss sagen - super lecker & am Abend war kein Platz mehr im Bauch für Abendessen. Die Portions- und Mengenangaben passen genau (ist ja leider bei nicht allen Kochbüchern/ Rezepten so) und drum gibts das heute für die ganze Rasselbande (6 Leute) und nicht nur für 2 yummy Zimtbuchteln zum Kaffee.

Eigentlich sind Zimtbuchteln Hefebrötchen in Zimtzucker gewälzt und in einer Backform gebacken und sind schnell und einfach gemacht:

200 ml Milch
80 gr Butter
500 gr Weissmehl
20 gr Hefe
100 gr Zucker
2 Eier

100 gr Butter
50 gr Zucker
3-4 TL Zimt

Für den Hefeteig die Butter in warmer Milch schmelzen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. In einer grossen Schüssel Mehl & Zucker einfüllen und in der Mitte eine Mulde bilden. Dort die Eier und die Milchbuttermischung einfüllen und die Hefe hineinbröseln. Mit einer Küchenmaschine (mein liebstens Küchengerät von KitchenAid) oder Handmixgerät zu einem weichen, aber nicht klebrigen Hefeteig verkneten. Also eventuell doch etwas mehr Mehl nehmen, wenn die Eier zu gross waren. Den Teig aus der Schüssel nehmen und die Schüssel leicht von innen einölen, damit der Teig schön gehen kann und nachher einfach wieder aus der Schüssel rauskommt. Den Teig wieder zurücklegen und mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem nicht zugigen Ort für ca. 1 Stunde gehen lassen.

*** Es scheint eine der vielen Küchenweisheiten zu sein, dass man Hefeteig an einem warmen Ort gehen lassen muss. Allerdings durfte ich vor ein paar Wochen feststellen, dass der Hefeteig, den ich für Char Sui Bao (Rezept folgt demnächst) am Vorabend gemacht hatte und über Nacht im Kühlschrank lagern wollte, am nächsten Morgen doppelt so gross war wie vorher & dementsprechend leider auch aus dem Frischhaltebeutel ausgebrochen war. Also mache ich hier jetzt mal das Statement, dass Hefeteig nur keine grossen Temperaturschwankungen oder Zugluft mag und das mit dem warmen Ort totaler Humbug ist.

Kurz vor Ablauf der Stunde den Backofen auf 180°C (Unter- & Oberhitze) vorheizen und eine Backform mit hohem Rand & der Butter zum Butter schmelzen in den warm werdenden Ofen stellen. Zimt & Zucker in einer kleinen Schüssel mischen. Aus dem Teig kleine Kugel formen (kleiner als die Backform hoch ist) und jede einzeln zuerst in der geschmolzenen Butter und anschliessend im Zimtzucker wälzen und nebeneinander in die Backform legen. Restlichen Zimtzucker darüberstreuen und im vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen. Mit einem Holzschaschlikspiess in der Mitte testen, ob die Zimtbuchteln gar sind. Sie sind es, wenn kein Teig am Spiess kleben bleibt.

Warm schmecken sie am Besten, also nur leicht auskühlen lassen & mit Milchkaffee, Tee oder anderen Heissgetränken geniessen.

Bon Appetit!