Sonntag, 28. März 2010

Ein verregneter Sonntag - Frühstück im Pyjama gefällig?!

Was machen, wenn die Wettervorhersage für den Sonntag nur Regen voraussagt?! Der Wohnungsputz, Wäsche waschen und der Einkauf für's Wochenende und die kommenden Tage sind auch schon am Samstag erledigt, weil man ja die Hoffnung auf sonnige Abschnitte am Sonntag erst Sonntag Abend aufgeben will... Und deshalb für Sonntag die lästigen Hausarbeiten schon abgehakt sein sollten.  Also was tun?! Ich schlafe gerne aus und geniesse ein langes & ausgiebiges Frühstück und weil man ja im Regen auch nicht aus dem Haus gehen muss - kann man dieses ja auch gleich noch im Pyjama tun.


Seit meiner Zeit in NYC bin ich ein grosser Fan des American Breakfast mit Rührei & Bacon, Omelette, Eggs Benedict oder Pancakes mit Ahornsirup - vielleicht nicht alles an einem Sonntag Vormittag - aber man kann ja schön variieren, denn in unseren Breitengraden gibt es ja durchaus mehrere verregnete Sonntage.


Heute morgen stand mir der Sinn eher nach etwas Süssem, also habe ich Buttermilk Pancakes für meinen Mann & 2 Frühstücksgäste zubereitet.


Was braucht man denn eigentlich für ca. 12 Pancakes (vielleicht hat man ja spontan alles im Vorratsschrank):


60 gr Butter
250 gr Mehl
1 Prise Salz
3-4 EL Zucker (oder noch mehr, wenn man's süss mag - ich süsse lieber mit etwas oben drauf)
2 TL Backpulver
375 ml Buttermilch (wenn man keine daheim hat, geht auch normale Milch, aber hiermit schmeckt's besser)
1 grosses Ei


Sonnenblumenöl


Zimtzucker, Ahornsirup, Butter, Fruchtsauce, Nutella, Marmelade


Die Butter in einem Topf schmelzen. Das Mehl mit dem Salz, Zucker und Backpulver vermischen. Das Ei mit der Buttermilch und der geschmolzenen Butter vermischen und mit der Mehlmischung mit einem Schneebesen oder für Rührfaule mit dem Handmixer verrühren.


In einer grossen beschichteten Pfanne einen Esslöffel Öl erhitzen (nicht zu heiss werden lassen - ich habe Stufe 4 auf meinem Herd, der 6+ Stufen hat genutzt) und mit einer Saucenkelle 2 Mal ein wenig Teig in die Pfanne geben und mit dem Rücken der Kelle leicht ausstreichen, so dass zwei kleine runde Pancakes entstehen; Durchmesser sollte ca. 12cm sein, aber etwas grösser oder kleiner ist auch gut. Nach ca. 2-3 Minuten umdrehen und auch diese Seite 2-3 Minuten backen lassen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.


Entweder sofort servieren oder auf einer Platte im 75°C warmen Backofen warm halten bis alle Pancakes gebacken sind.


Je nach Gusto mit  Zimtzucker, Ahornsirup, Butter, Fruchtsauce, Nutella, Marmelade servieren. Klassisch amerikanisch wäre Butter und Ahornsirup - aber warum nicht abwandeln?! Ich mag am Liebsten Zimtzucker und frische Erdbeersauce... hmh... yummy :-)


Also raus aus dem Bett, ran an den Herd und nach dem Frühstück auf's Sofa und Zeitung lesen, DVD schauen oder nochmals einschlummern!


Bon Appetit!

Samstag, 6. März 2010

Immer noch... oder besser gesagt wieder Winter - dagegen was leckeres aus Asien

Durch meine Eltern und deren Freunden wurde mir von klein auf Essen aus den unterschiedlichsten Teilen dieser Erde vorgesetzt - angefangen mit Indonesien, China, Italien, Deutschland und Europa im Allgemeinen. Der Einfluss aus Indonesien ist leider zu früh versiegt, was mir aber nicht die Erinnerung an die Gerüche und den Geschmack diverser leckerer Gerichte genommen hat & nach wie vor Teil meiner Küche ist.


Vor 20-30 Jahren konnte man kaum asiatische Lebensmittel kaufen (zumindest nicht bei uns in der nächsten "Kleinstadt") & so sind wir ein paar Mal mit der Familie ins nicht so weit entfernte Holland gefahren, wo es schon damals eine riesige Auswahl an asiatischen Gemüsen, Gewürzen und Reis und Nudeln gab. Das hatte mehr als einen positiven Effekt - zum einen das samstägliche Programm war gesichert, zu anderen war die Vorratskammer wurde wieder mit asiatischen Leckereien gefüllt und zu guter Letzt konnten wir irgendwo fantastisch und (fast) authentisch chinesisch oder indonesisch essen gehen. Hmh... good old times!


Es scheint, für viele indonesische Gerichte gibt es fertige Gewürzmischungen, die dann "Bumbu" irgendwas heissen. Bis letzte Woche dachte ich immer - den Geschmack bekomme ich nie ohne die kleinen schwarzen Dosen von Koningsvogel hin... musste ich aber, denn hier scheint man die Marke nicht zu kennen & es gibt generell mehr Thai/Vietnam/China Ware als Indonesische...


Ich habe mal wieder Rezepte gewälzt und meine eigene Variante von (Beef) Rendang gekocht:


2 Zwiebeln, grob gehackt 
4 Knoblauchzehen, grob zerkleinert
2 rote frische kleine Chilis, entkernt und in schmale Streifen geschnitten
1 Stück Ingwer von ca. 2-3 cm, sehr fein gewürfelt
1 EL Kurkuma
1 TL Kreuzkümmel (Cumin)
2 TL gemahlener Koriander
1 TL Chilipulver
1/4 TL Nelkenpulver
1 Stengel Zitronengras
1 Stange Zimt
1 kg Rindsgulasch, mit wenig Sehnen in ca. 2cm grosse Würfel geschnitten
400 ml Kokosmilch (Achtung! Muss ungesüsst sein)
4 EL brauner Zucker
2 EL Tomatenmark
Salz
evtl. Zitronensaft 


Ich hoffe, dass ihr das ganze Rezept und die Zubereitung vor dem Einkaufen lest, denn was ihr unbedingt braucht (bzw. Euer Kochvergnügen wirklich vereinfacht), ist eine Küchenmaschine, die einen "Zerkleinerer" hat. Ich habe vorhin mal versucht herauszufinden (Danke Google browser), wie man das Gerät, was ich meine, nennt... "Zerhacker" oder "Zerkleinerer" - beides klingt irgendwie merkwürdig in meinen Ohren - aber nun... vielleicht googled ihr mal Moulinette - dann bekommt ihr ein Bild von der Küchengerätschaft, von der ich spreche :-)


Wenn ihr also ein solches Gerät erworben habt oder aber schon eines im hintersten Schrank Eurer Küche verstaut war, dann kann's ja mit dem Kochen losgehen.


Zwiebel, Knoblauch, Chili, Ingwer und alle Gewürze bis auf das Zitronengras & der Zimtstange mit 1/8 Liter kaltem Wasser in die Moulinette geben und alles sehr fein pürieren. Das Rindergulasch in einen hohen Topf geben (dann wird der Herd nicht so gesprenkelt) und die Gewürzmischung sowie Zitronengras & Zimt dazu geben. Alles schön mischen und auf höchster Stufe erhitzen. Wenn es kocht 2-3 Minuten brutzeln lassen und dann mit der Kokosmilch auffüllen. Die Flamme auf 3-4 herunter stellen und ca. 2 1/2 Stunden köcheln lassen. Die Konsistenz der Sauce sollte dickflüssig, aber nicht "trocken" werden - also eventuell müsst Ihr ein bisschen Wasser nachgiessen. Das Fleisch sollte schön zart sein - wenn es also nach der angegebenen Zeit noch nicht so weit ist, das ganze lieber noch weiter schmurgeln lassen, denn es sollte auf der Zunge zergehen. Zum Schluss das Tomatenmark & den Zucker unterrühren und mit Salz und vielleicht einem Hauch Zitronensaft abschmecken. Zimtstange & Zitronengras entfernen.


Hierzu passt meiner Meinung nach nur Reis - und zwar Duft oder Jasmin Reis. Bitte Hände weg von Uncle Ben's oder anderem Beutel Reis...! Zuhause haben wir Reis immer ohne Salz gekocht & bei diesem Gericht ist auch wirklich kein Salz nötig, denn die Sauce & das Fleisch sind super würzig.


Bon Appetit!