Dienstag, 2. Februar 2010

Aller Anfang ist schwer oder vielleicht doch nicht?!

Tja so einen blog zu schreiben kann ja eigentlich nicht so schwierig sein... und da ich mein Hobby oder sollte ich lieber Leidenschaft sagen?! gerne mit anderen Menschen teile, hoffe ich, dass ich das auch hier hinbekomme. Leider hat das Internet ja noch keine Geruchs- oder Geschmacksübertragung inklusive, aber vielleicht wird Euch durch meine Worte und Bilder trotzdem das Wasser im Munde zusammen laufen...

Aber warum schreibt man eigentlich einen blog über das Kochen & das dann folgende Geniessen?

Ich will ja nicht sagen, dass Kochbücher schreiben und lesen out sei - ganz im Gegenteil - es werden viele fantastische (und einige überflüssige) Kochbücher veröffentlicht und ich gestehe, dass ich in den Buchhandlungen immer zielstrebig dorthin laufe, während mein Mann sich lieber bei Fotobänden und Sachbüchern die Zeit vertreibt.

Auch das Nachforschen von Rezepten im Internet ist mittlerweile durch all die Angebote aus aller Herren Länder ist einfach und schnell - aber was mir irgendwie immer fehlt ist der persönliche Bezug zu all den Speisen & Gerichten... es ist halt (meistens) eine Anleitung, wie man etwas kocht - ähnlich wie eine Anleitung zum Montieren von Billy - dem wohl bekanntesten Regalsystems von dem allseits beliebten schwedischen Möbelherstellers (in unserem Thema meistens mit weniger Bildchen).

Die TV Köche wie Lichter, Lafer, Schuhbeck & Co. zeigen uns täglich für mehrere Stunden auf den verschiedenen Sendern wieder das How-to & natürlich oft auch noch die dazugehörige Warenkunde - aber auch da ist es irgendwie halt professionell und nur manchmal alltagstauglich.
Der Rummel um die TV Köche und deren Sendungen ist riesig und die Einschaltquoten bestimmt gut, aber wenn ich beispielsweise Rach der Restaurant Tester oder die Kochprofis schaue, lerne ich in einer Stunde TV Zeit meistens nur, dass im deutschsprachigen Europa jeder Idiot ein Restaurant aufmachen kann egal, ob man was kann oder nicht... Klar - wenn man schon kochen kann lernt man so einige zusätzliche Kniffe, wie man etwas anders oder besser kochen kann - aber immer noch sind wir da in der professionellen Schiene und eigentlich spiegelt all dies nicht wieder, was in den Küchen in unseren Wohnungen, Häusern, WGs tatsächlich passiert oder passieren könnte und wie man trotz mangelnder Kochausbildung zuhause lecker kochen kann.

Und das ist ja eigentlich das eigentliche Übel - viele Menschen können gar nicht kochen und wissen auch nicht mehr, wie Essen ohne Geschmacksverstärker schmeckt. Wir werden täglich überflutet mit so genanntem Convenience Food - fertig oder teilweise fertig zubereiteten Mahlzeiten: das fängt beim Frühstück an und hört beim Snack vorm TV oder an der Weinbar auf. Wissen wir, was in den Fruit Loops, dem Sirup in morgendlichen Caramel Latte, der Tütensuppe, dem Burger bei einer der einschlägigen Fastfoodketten, der Bratwurst in der Imbissbude, der Tiefkühlpizza, dem Lunch in der Kantine oder aber in den Sourcream & Onion chips alles drin ist? Nein - das wissen wir nicht. Klar man könnte die Inhaltstoffe auf den Verpackungen nachlesen (wenn es eine Verpackung gibt), aber 90% der Dinge, die dort stehen versteht man ohne Chemie Studium gar nicht und wir wissen auch nicht, was all dies für Langzeitwirkungen hat... Ich bin kein Moralapostel, der nie zu diesen "Leckereien" zurückgreift, aber eigentlich immer nur als Notlösung, denn selbstgekocht schmeckt es einfach besser - und ich weiss was drin ist. Und eben dies predigen die TV Köche uns auch jeden Tag, aber der Absatzmarkt für Convenience ist ansteigend, wenn man sich mal die Auswahl in den Supermarktregalen anschaut.

Woran mag das liegen? Eine oft gehörte Entschuldigung ist - "Zum Kochen habe ich keine Zeit und mir fehlt die Geduld" oder aber "Ich kann nicht kochen". Aber beides kann man ja beeinflussen - Kochen kann man Lernen und es muss nicht immer zeitaufwendig sein. Wir haben heute Zugriff auf Zutaten aus der ganzen Welt (Saisonalität von Früchten und Gemüse ist ein Thema für sich) und es gibt haufenweise Gerichte, für die man nicht stundenlang in der Küche stehen muss.

This all said - ich wünsche Euch viel Spass beim Lesen und freue mich über Eure Kommentare!

Bon appetit!

1 Kommentar:

  1. Cool.

    Viel Spass beim berichten über das Kochen, berichte nur nicht zuviel über das Essen. (Da drüber, müsste ich ja dann schreiben)

    Love ya

    Pepe

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