Die letzten Wochen hatten wir wirklich riesiges Glück mit dem Wetter - Sonnenschein, warme frühlings- (oder man kann schon was sommer-) hafte Temperaturen und ein laues Lüftchen... da kriegt man Lust auf leichtere Gerichte, aber kalt müssen sie noch nicht sein :-)
Da fällt mir eine meiner Lieblingssuppen ein: Tomaten-Fenchelsuppe mit Rosmarin und Knoblauch aromatisiert und gebratenen Gambas:
Für 4 Personen als Vorspeise braucht man folgende Zutaten:
2 Knollen Fenchel, halbiert und in dünne Scheiben geschnitten
16 Riesen Gambas mit Schale (die Schale selber abmachen, ist nur als Geschmacksträger von Nöten)
1 Dose Tomaten, stückig
1 schönes grosses Glas trockenen Weisswein (und wie immer eins für den Koch)
1l Fischfond (selbstgemacht wäre toll, aber der aus dem Glas tut's auch)
Butter
Olivenöl
2 Zweige frischen Rosmarin (und welchen zur Deko)
2 geschälte Knoblauchzehen, mit dem Messerrücken angequetscht
nach Gusto eine frische Chili
Salz & Zucker
In einem genügend grossen Topf ca. 2 Esslöffel Butter zum Schmelzen bringen und den Fenchel darin anschwitzen... so ca. 5-7 Minuten - die Temperatur sollte nicht zu hoch sein, da der Fenchel nicht braun werden sollte. Mit etwas Fischfond begiessen, sollte es zu "trocken" werden. Wenn der Fenchel gar, aber noch bissfest ist, die Hälfte aus dem Topf nehmen und warmstellen.
In einer Pfanne mit wenig Olivenöl die Gambas und deren Schalen anbraten & die Gambas nach 2-3 Minuten herausnehmen und zur Seite stellen. Die Schalen der Gambas in den Topf mit dem angedünsteetn Fenchel geben und die Bratreste mit dem Weisswein aus der Pfanne "waschen" und alles zu dem Fenchel-Schalen Gemisch geben. Den Weisswein auf die Hälfte reduzieren und dann die Tomaten und den Fischfond hinzufügen. Alles ca. eine viertel Stunde köcheln lassen.
Nun kommt der Clou: Ein feines Sieb mit jeweils einer Knoblauchzehe und einem Rosmarinzweig über einen neuen Topf geben und evtl. noch eine Chilischote angeschnitten dazufügen. Die Suppe durch das Sieb in den zweiten Topf sieben, so das der Geschmack von Knobi, Rosmarin und Chili ohne zu verkochen in die Suppe gelangt.
Damit die Suppe nachher klar (aber nicht weiss) ist, nimmt man den ersten (wieder ausgewaschenen) Topf und auch wieder das Sieb (ja klar - auch gewaschen) und legt ein gut ausgewaschenes (man will ja keine Waschmittelrückstände) Küchentuch oder Gaze hinein. Dann wieder Knobi, Rosmarin und Chili rein und die Suppe nochmals durchsieben. Das zweite Mal dauert leider etwas länger... also Geduld haben und weiter am Weisswein nippen.
Die fertige Tomatenbrühe mit Salz und evtl. etwas Zucker abschmecken.
Damit es auch schön aussieht - nehme ich schwere Whiskey Tumbler und gebe etwas von den warmen Fenchelstreifen und die Gambas hinein und fülle die Gläser mit der heissen Tomatenbrühe auf. Zum Schluss noch einen Rosmarinzweig reinstellen et voilà fertig ist eine leckere und leichte Suppe. Show-off wäre natürlich die Gläser ohne Brühe aufzutragen und dann mit einer Glaskaraffe oder Kanne die Suppe erst am Tisch in die Gläser zu giessen.
Man kann 2 Gambas auch mit 2 kleinen oder einer in 2 Hälften geschnittenen & gebratenen Jakobsmuschel und einer kleinen Seeteufeltranche ersetzen.
Bon Appetit!
Montag, 4. April 2011
Freitag, 17. Dezember 2010
Glühweinparty... ohne was im Magen wird's gefährlich
Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit veranstalten wir zuhause eine Glühwein & Punschparty - die, wie die Worte ja vermuten lassen böse enden könnten - gäbe es da nicht auch eine Grundlage in Form von etwas Herzhaftem... klar Stollen, Honigkuchen, Kekse und anderer Süsskram fehlen auch nicht - aber die beugen dem gemeinen Glühwein-, Feuerzangenbowlen- oder Punschkater nicht vor - also muss was Salziges & Deftiges her...
Letztes Jahr gabs Kartoffelsuppe mit Wiener Würstchen - dieses Jahr sollte es etwas anderes sein... nach eigentlich kurzer Überlegung waren schnell 2 Suppen gefunden: Käse-Lauch-Suppe mit Hackfleisch (Rezept folgt bestimmt noch an anderer Stelle) und Szegediner Gulaschsuppe.
Was braucht man, um ca. 12 Leute mit Suppe zu füttern, damit die warmen alkoholischen Getränke keine Ausfälle herbei beschwören?
1 kg Rindergulasch, in 1-2 cm Würfel geschnitten
750 gr Zwiebeln - ganz fein gewürfelt (armer Hilfskoch!!)
4 Knoblauchzehen ebenfalls fein gewürfelt
5 EL Tomatenmark
2 EL frische Marjoranblätter
2 EL Paprika edelsüss
1 TL Cayennepfeffer (oder gerne auch mehr)
2 TL Kümmel
3 l Rinderbrühe (selber gemacht wäre toll - ihr wisst ja all die Geschmacksverstärker)
1/4 l Rotwein
2 gelbe & 2 rote Paprikaschoten in 1 cm Würfel geschnitten
400 gr Sauerkraut, abgetropft und klein geschnitten (sonst wird das Suppe löffeln so schwierig...)
600 gr festkochende Kartoffeln in 1 cm Würfel geschnitten
Salz & Pfeffer
Das Fleisch schön braun anbraten (ihr wisst ja - Röststoffe, Röststoffe, Röststoffe) und dann die Zwiebeln und den Knoblauch hinzufügen und ein paar Minuten mitschmoren. Tomatenmark unterrühren und alle Gewürze dazugeben. Mit Rinderbrühe auffüllen, umrühren und einmal aufkochen lassen. Hitze reduzieren und nach ca. 1/2 Stunden Rotwein, Paprika und Sauerkraut dazugeben. Alles schön weiterköcheln lassen. Nach einer 3/4 Stunde die Kartoffeln dazugeben und noch eine weitere 1/2-3/4 Stunden weiterköcheln.
Mit Salz & Pfeffer und evtl. noch mehr Paprika und Cayennepfeffer abschmecken.
Die Suppe kann man locker über 2 Stunden bei kleiner Hitze warmhalten ohne das alles verkocht.
Wie immer bei Suppen und Eintöpfen - am Besten 1-2 Tage vorher kochen, dann schmeckt's noch besser.
Bon Appetit!
Letztes Jahr gabs Kartoffelsuppe mit Wiener Würstchen - dieses Jahr sollte es etwas anderes sein... nach eigentlich kurzer Überlegung waren schnell 2 Suppen gefunden: Käse-Lauch-Suppe mit Hackfleisch (Rezept folgt bestimmt noch an anderer Stelle) und Szegediner Gulaschsuppe.
Was braucht man, um ca. 12 Leute mit Suppe zu füttern, damit die warmen alkoholischen Getränke keine Ausfälle herbei beschwören?
1 kg Rindergulasch, in 1-2 cm Würfel geschnitten
750 gr Zwiebeln - ganz fein gewürfelt (armer Hilfskoch!!)
4 Knoblauchzehen ebenfalls fein gewürfelt
5 EL Tomatenmark
2 EL frische Marjoranblätter
2 EL Paprika edelsüss
1 TL Cayennepfeffer (oder gerne auch mehr)
2 TL Kümmel
3 l Rinderbrühe (selber gemacht wäre toll - ihr wisst ja all die Geschmacksverstärker)
1/4 l Rotwein
2 gelbe & 2 rote Paprikaschoten in 1 cm Würfel geschnitten
400 gr Sauerkraut, abgetropft und klein geschnitten (sonst wird das Suppe löffeln so schwierig...)
600 gr festkochende Kartoffeln in 1 cm Würfel geschnitten
Salz & Pfeffer
Das Fleisch schön braun anbraten (ihr wisst ja - Röststoffe, Röststoffe, Röststoffe) und dann die Zwiebeln und den Knoblauch hinzufügen und ein paar Minuten mitschmoren. Tomatenmark unterrühren und alle Gewürze dazugeben. Mit Rinderbrühe auffüllen, umrühren und einmal aufkochen lassen. Hitze reduzieren und nach ca. 1/2 Stunden Rotwein, Paprika und Sauerkraut dazugeben. Alles schön weiterköcheln lassen. Nach einer 3/4 Stunde die Kartoffeln dazugeben und noch eine weitere 1/2-3/4 Stunden weiterköcheln.
Mit Salz & Pfeffer und evtl. noch mehr Paprika und Cayennepfeffer abschmecken.
Die Suppe kann man locker über 2 Stunden bei kleiner Hitze warmhalten ohne das alles verkocht.
Wie immer bei Suppen und Eintöpfen - am Besten 1-2 Tage vorher kochen, dann schmeckt's noch besser.
Bon Appetit!
Mittwoch, 10. November 2010
Lang lang ist's her... vielleicht hilft der Vogel über den Trennungsschmerz hinweg
Ich weiss, ich weiss... bloggen heisst regelmässig etwas zu schreiben... und nicht nur alle Jubeljahre einmal. Ich gelobe Besserung!
Seit meinem letzten Post hat sich so einiges in meinem Leben geändert und dementsprechend auch ein wenig mein Koch- und Essverhalten. Mein Göttergatte und ich erwarten nämlich im Januar Familienzuwachs und dies - oh Wunder - hat meine Essenswünsche irgendwie beeinflusst.... nein nicht was ihr jetzt denkt - es gibt keine Gewürzgurken mit Schlagsahne oder ähnliches, aber irgendwie hatte ich weniger Lust zum Kochen...
Nichtsdestotrotz (tolles Wort, gell?) dachte ich mir, nachdem auch meine Kollegen angemerkt haben, dass mein letztes Rezept ja nun wirklich schon eine Weile zurückliegt, sollte ich mich doch mal wieder mit etwas Leckerem bei Euch melden - die Zeit ist reif für ein herbstliches Gericht - nennen wir es mal Ganzer Vogel mit Füllung und Ahornsirup-Johannisbeer-Glasur:
Die Füllung (passt fantastisch zum ganzen Truthahn - Thanksgiving Dinner lässt grüssen oder aber auch zu Huhn oder Gans) - Mengenangaben beziehen sich auf 2 Hühner von je ca. 1 Kg:
1 mittelgrosses Baguette vom Vortag oder noch viel älter - sollte schon schön trocken sein & dann in 2-3cm grosse Würfel geschnitten sein
150-200 gr Speck (vorgewürfelt in jedem Supermarkt heute erhältlich)
1 grosse Zwiebel - schon wieder gewürfelt
Frischer Thymian - so ca. 3-4 Äste - Blättchen abgezupft
2 Stangen Staudensellerie (der Rest des "Busches" kann ebenfalls geputzt und gewürfelt werden und verschwindet in den Tiefen meines oder in diesem Fall Eures Tiefkühlers) in 1/2cm Würfel geschnitten
Salz & Pfeffer (wie immer frisch gemahlen)
2 Gläser trockener Weisswein (und am Besten eins für Euch zusätzlich)
Alles ausser Thymian Brot & Wein in einer Pfanne anbraten bis die Zwiebel glasig sind und kräftig mit Salz & Pfeffer würzen. Das Brot mit dem Thymian in eine grosse Schale geben und das Angebratene leicht abgekühlt dazugeben - alles schön per Hand mischen & zum Schluss den Wein darüber verteilen und weitermischen. Die Mischung sollte immer noch stückig aber das Brot leicht mit Wein getränkt sein.
Das ganze in die 2 Hühner stopfen und diese mit Zahnstochern und Küchengarn verschliessen.
Die Hühner von aussen salzen & pfeffern und in einen Bräter oder eine tiefe Auflaufform legen - das ganze geht dann bei 170°C Unter - und Oberhitze in den Backofen und schmurgelt dort eine halbe Stunde vor sich hin.
Die Glasur - nach der man sich die Finger abschlecken will:
150 gr Butter, wenn gesalzene, dann bitte das extra salzen entfallen lassen
2 - 3 Esslöffel Johannisbeergelee (selber gemacht von Mutti oder das Ersatzprodukt aus dem Supermarkt)
2-3 Esslöffel Ahornsirup (danke Laura für den Nachschub)
ein paar Zweige frischer Thymian
1-2 Knoblauchzehen ungeschält und einmal mit dem grossen Messer angedrückt
Salz & Pfeffer
0,5 - 1l Hühner - oder Kalbsfond für die Saucenbasis
Butter und Johannisbeergelee langsam in einem kleinen Topf oder einen Glasmessbecher auf dem Herd schmelzen lassen. Knoblauch, Thymian und Ahornsirup können auch gleich von Anfang an mit rein. Nach Gusto salzen und pfeffern. Leicht abkühlen lassen.
Die Hühner nach der ersten halben Stunde jede 15 Minuten mit der Glasur bestreichen - damit nicht alles am Boden des Bräters oder der Auflaufform kleben bleibt und wir hinterher noch eine leckere Sauce zaubern können immer mal wieder etwas Hühner - oder Kalbsfond (selbstgemacht wäre super, aber die Variante aus dem Glas geht natürlich auch) angiessen. Insgesamtt sollten die Hühner 1,5 Stunden im Ofen bleiben und eine schöne braune knusprige Haut haben - eventuell die Temperatur etwas nach unten regeln sollte die Haut zu schnell dunkel werden. Danach aus dem Bräter/Auflaufform nehmen und ein wenig ruhen lassen.
Den entstandenen Bratensatz eventuell mit etwas Wasser und dem restlichen Fond aufgiessen und auf dem Herd aufkochen. Die Überreste der Glasur dazugeben und alles 5 Minuten köcheln lassen und dann Thymian und Knoblauch entfernen. Das Ganze mit einer Mehl-Stärkemehl (Mondamin oder Maizena) - Wassermischung andicken und mit Salz & Pfeffer abschmecken.
Die Hühner tranchieren die mit der Füllung anrichten - die Sauce separat dazu reichen.
Für Truthahn oder Gans die Menge der Füllung und der Glasur ein wenig nach oben ändern, damit die Vögel ausgefüllt sind und die Glasur für mehrere Schichten Glasur aussreicht.
Und nun noch ein paar Worte zu passenden Beilagen - ich mag am liebsten Kartoffelgratin, Kartoffelpüree, grüne Bohnen mit Speck oder Rosenkohl dazu - aber da lasse ich Eurer Fantasie freien Lauf ;-)
Bon Appetit!
Seit meinem letzten Post hat sich so einiges in meinem Leben geändert und dementsprechend auch ein wenig mein Koch- und Essverhalten. Mein Göttergatte und ich erwarten nämlich im Januar Familienzuwachs und dies - oh Wunder - hat meine Essenswünsche irgendwie beeinflusst.... nein nicht was ihr jetzt denkt - es gibt keine Gewürzgurken mit Schlagsahne oder ähnliches, aber irgendwie hatte ich weniger Lust zum Kochen...
Nichtsdestotrotz (tolles Wort, gell?) dachte ich mir, nachdem auch meine Kollegen angemerkt haben, dass mein letztes Rezept ja nun wirklich schon eine Weile zurückliegt, sollte ich mich doch mal wieder mit etwas Leckerem bei Euch melden - die Zeit ist reif für ein herbstliches Gericht - nennen wir es mal Ganzer Vogel mit Füllung und Ahornsirup-Johannisbeer-Glasur:
Die Füllung (passt fantastisch zum ganzen Truthahn - Thanksgiving Dinner lässt grüssen oder aber auch zu Huhn oder Gans) - Mengenangaben beziehen sich auf 2 Hühner von je ca. 1 Kg:
1 mittelgrosses Baguette vom Vortag oder noch viel älter - sollte schon schön trocken sein & dann in 2-3cm grosse Würfel geschnitten sein
150-200 gr Speck (vorgewürfelt in jedem Supermarkt heute erhältlich)
1 grosse Zwiebel - schon wieder gewürfelt
Frischer Thymian - so ca. 3-4 Äste - Blättchen abgezupft
2 Stangen Staudensellerie (der Rest des "Busches" kann ebenfalls geputzt und gewürfelt werden und verschwindet in den Tiefen meines oder in diesem Fall Eures Tiefkühlers) in 1/2cm Würfel geschnitten
Salz & Pfeffer (wie immer frisch gemahlen)
2 Gläser trockener Weisswein (und am Besten eins für Euch zusätzlich)
Alles ausser Thymian Brot & Wein in einer Pfanne anbraten bis die Zwiebel glasig sind und kräftig mit Salz & Pfeffer würzen. Das Brot mit dem Thymian in eine grosse Schale geben und das Angebratene leicht abgekühlt dazugeben - alles schön per Hand mischen & zum Schluss den Wein darüber verteilen und weitermischen. Die Mischung sollte immer noch stückig aber das Brot leicht mit Wein getränkt sein.
Das ganze in die 2 Hühner stopfen und diese mit Zahnstochern und Küchengarn verschliessen.
Die Hühner von aussen salzen & pfeffern und in einen Bräter oder eine tiefe Auflaufform legen - das ganze geht dann bei 170°C Unter - und Oberhitze in den Backofen und schmurgelt dort eine halbe Stunde vor sich hin.
Die Glasur - nach der man sich die Finger abschlecken will:
150 gr Butter, wenn gesalzene, dann bitte das extra salzen entfallen lassen
2 - 3 Esslöffel Johannisbeergelee (selber gemacht von Mutti oder das Ersatzprodukt aus dem Supermarkt)
2-3 Esslöffel Ahornsirup (danke Laura für den Nachschub)
ein paar Zweige frischer Thymian
1-2 Knoblauchzehen ungeschält und einmal mit dem grossen Messer angedrückt
Salz & Pfeffer
0,5 - 1l Hühner - oder Kalbsfond für die Saucenbasis
Butter und Johannisbeergelee langsam in einem kleinen Topf oder einen Glasmessbecher auf dem Herd schmelzen lassen. Knoblauch, Thymian und Ahornsirup können auch gleich von Anfang an mit rein. Nach Gusto salzen und pfeffern. Leicht abkühlen lassen.
Die Hühner nach der ersten halben Stunde jede 15 Minuten mit der Glasur bestreichen - damit nicht alles am Boden des Bräters oder der Auflaufform kleben bleibt und wir hinterher noch eine leckere Sauce zaubern können immer mal wieder etwas Hühner - oder Kalbsfond (selbstgemacht wäre super, aber die Variante aus dem Glas geht natürlich auch) angiessen. Insgesamtt sollten die Hühner 1,5 Stunden im Ofen bleiben und eine schöne braune knusprige Haut haben - eventuell die Temperatur etwas nach unten regeln sollte die Haut zu schnell dunkel werden. Danach aus dem Bräter/Auflaufform nehmen und ein wenig ruhen lassen.
Den entstandenen Bratensatz eventuell mit etwas Wasser und dem restlichen Fond aufgiessen und auf dem Herd aufkochen. Die Überreste der Glasur dazugeben und alles 5 Minuten köcheln lassen und dann Thymian und Knoblauch entfernen. Das Ganze mit einer Mehl-Stärkemehl (Mondamin oder Maizena) - Wassermischung andicken und mit Salz & Pfeffer abschmecken.
Die Hühner tranchieren die mit der Füllung anrichten - die Sauce separat dazu reichen.
Für Truthahn oder Gans die Menge der Füllung und der Glasur ein wenig nach oben ändern, damit die Vögel ausgefüllt sind und die Glasur für mehrere Schichten Glasur aussreicht.
Und nun noch ein paar Worte zu passenden Beilagen - ich mag am liebsten Kartoffelgratin, Kartoffelpüree, grüne Bohnen mit Speck oder Rosenkohl dazu - aber da lasse ich Eurer Fantasie freien Lauf ;-)
Bon Appetit!
Sonntag, 16. Mai 2010
Was Leckeres zum Apero oder faulem TV Abend
Auf einer Housewarming Party in New York habe ich mal einen typisch amerikanischen Dip für Tortilla Chips zu essen bekommen... der hat mich wirklich überzeugt - und ich konnte beim besten Willen nicht erraten, was da drin war. Ein Freund hat mir dann das Rezept verraten und ehrlich gesagt war ich echt erstaunt, was drin war. Normalerweise kommt auch niemand sonst auf solche Kombinationen... das können nur die Amis, aber dafür sollten wir in diesem Fall dankbar sein ;-)
Wenn Ihr nachher die Zutatenliste lest, werdet Ihr vielleicht denken... iiihh das klingt aber merkwürdig oder aber uuuuh das ist eine Kalorienbombe... ich stimme Euch zu beiden Punkten vollkommen zu - aber der Dip ist es absolut wert, Diätpläne und gesundes Essverhalten kurz beiseite zu schieben und den Dip bei der nächsten Party anzubieten oder beim nächsten faulen Abend vorm TV als Snack anstatt langweiliger Chips mit Fertigdips aus dem Supermarktregal zu geniessen!
Also was braucht man für diesen geheimnisvollen Dip - der auch Hot Artichoke Dip genannt wird?
500 gr. eingelegte Artischokenherzen (Reingewicht), grob zerkleinert
500 gr. Mayonnaise (ja ganz normale Mayonnaise, klingt merkwürdig passt aber ;-)...)
300 gr. fein geriebenen Parmesan
2-3 EL eingelegte Jalapeno Peppers, klein gewürfelt (zur Not tun es auch ein paar getrocknete Chiliflocken, aber mit den Peppers schmeckt's einfach besser)
10-15 Cherry Tomaten, halbiert
frisch gemahlener Pfeffer
Alles bis auf die Cherry Tomaten gut miteinander vermischen. In eine Auflaufform mit hohen Rand eine Schicht Käse-Mayo-Artischoken-Mischung geben, dann ein paar der Tomatenhälften darauf verteilen. Eine weitere Schicht der Mischung darüber geben und wieder Tomatenhälften darauf verteilen. So weiter fortfahren bis beides aufgebraucht ist. Die letzte Schicht sollte aus Tomatenhälften bestehen, die dekorativ angeordnet werden.
In den mit 180°C vorgeheizten Backofen stellen (Unter- und Oberhitze) und ca. 30 Minuten backen lassen. Der Hot Artichoke Dip sollte leicht braun oben sein und schön vor sich hin blubbern.
Ein paar Minuten auskühlen lassen oder aber die Gäste oder den TV Partner vorwarnen, dass der Dip ein wirklich heisses Vergnügen ist.
Mit verschiedenen Tortilla Chips (Nature, Cheese & Chili) heiss servieren.
Bon Appetit!
Wenn Ihr nachher die Zutatenliste lest, werdet Ihr vielleicht denken... iiihh das klingt aber merkwürdig oder aber uuuuh das ist eine Kalorienbombe... ich stimme Euch zu beiden Punkten vollkommen zu - aber der Dip ist es absolut wert, Diätpläne und gesundes Essverhalten kurz beiseite zu schieben und den Dip bei der nächsten Party anzubieten oder beim nächsten faulen Abend vorm TV als Snack anstatt langweiliger Chips mit Fertigdips aus dem Supermarktregal zu geniessen!
Also was braucht man für diesen geheimnisvollen Dip - der auch Hot Artichoke Dip genannt wird?
500 gr. eingelegte Artischokenherzen (Reingewicht), grob zerkleinert
500 gr. Mayonnaise (ja ganz normale Mayonnaise, klingt merkwürdig passt aber ;-)...)
300 gr. fein geriebenen Parmesan
2-3 EL eingelegte Jalapeno Peppers, klein gewürfelt (zur Not tun es auch ein paar getrocknete Chiliflocken, aber mit den Peppers schmeckt's einfach besser)
10-15 Cherry Tomaten, halbiert
frisch gemahlener Pfeffer
Alles bis auf die Cherry Tomaten gut miteinander vermischen. In eine Auflaufform mit hohen Rand eine Schicht Käse-Mayo-Artischoken-Mischung geben, dann ein paar der Tomatenhälften darauf verteilen. Eine weitere Schicht der Mischung darüber geben und wieder Tomatenhälften darauf verteilen. So weiter fortfahren bis beides aufgebraucht ist. Die letzte Schicht sollte aus Tomatenhälften bestehen, die dekorativ angeordnet werden.
In den mit 180°C vorgeheizten Backofen stellen (Unter- und Oberhitze) und ca. 30 Minuten backen lassen. Der Hot Artichoke Dip sollte leicht braun oben sein und schön vor sich hin blubbern.
Ein paar Minuten auskühlen lassen oder aber die Gäste oder den TV Partner vorwarnen, dass der Dip ein wirklich heisses Vergnügen ist.
Mit verschiedenen Tortilla Chips (Nature, Cheese & Chili) heiss servieren.
Bon Appetit!
Freitag, 2. April 2010
Kalte Tage... Zeit für Milchkaffee & was Süsses!
uuuuih... es ist immer noch nicht wirklich Frühling geworden und gestern hat es sogar wieder Schnee gegeben... klingt komisch, ist aber so! Es scheint zwar heute in Norddeutschland die Sonne, aber bei 4°C gefühlter Temperatur kommen auch da keine Frühlingsgefühle auf. Na ja, immerhin schneit oder regnet es heute nicht.
Was tun, um sich die Zeit zwischen dem ausgiebigen Frühstück & dem Dinner beim neuen Italiener um die Ecke zu vertreiben? Ganz einfach - Mama's Milchkaffee schlürfen und dazu Zimtbuchteln naschen.
Zimtbuchteln - klingt ja irgendwie komisch dachte ich, als ich in dem neuen Kochbuch, was mir mein Mann vor ein paar Wochen von einem seiner Bookstore Trips mitgebracht hat (damit ich kein Kommentar über die für ihn selber erworbenen Fotobücher fallen lasse?! ), rumgeblättert habe. Das dazugehörige Bildchen versprach aber eine Leckerei, also habe ich es an einem Samstag mit ähnlichen Wetterverhältnissen wie heute mal ausprobiert. Und ich muss sagen - super lecker & am Abend war kein Platz mehr im Bauch für Abendessen. Die Portions- und Mengenangaben passen genau (ist ja leider bei nicht allen Kochbüchern/ Rezepten so) und drum gibts das heute für die ganze Rasselbande (6 Leute) und nicht nur für 2 yummy Zimtbuchteln zum Kaffee.
Eigentlich sind Zimtbuchteln Hefebrötchen in Zimtzucker gewälzt und in einer Backform gebacken und sind schnell und einfach gemacht:
200 ml Milch
80 gr Butter
500 gr Weissmehl
20 gr Hefe
100 gr Zucker
2 Eier
100 gr Butter
50 gr Zucker
3-4 TL Zimt
Für den Hefeteig die Butter in warmer Milch schmelzen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. In einer grossen Schüssel Mehl & Zucker einfüllen und in der Mitte eine Mulde bilden. Dort die Eier und die Milchbuttermischung einfüllen und die Hefe hineinbröseln. Mit einer Küchenmaschine (mein liebstens Küchengerät von KitchenAid) oder Handmixgerät zu einem weichen, aber nicht klebrigen Hefeteig verkneten. Also eventuell doch etwas mehr Mehl nehmen, wenn die Eier zu gross waren. Den Teig aus der Schüssel nehmen und die Schüssel leicht von innen einölen, damit der Teig schön gehen kann und nachher einfach wieder aus der Schüssel rauskommt. Den Teig wieder zurücklegen und mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem nicht zugigen Ort für ca. 1 Stunde gehen lassen.
*** Es scheint eine der vielen Küchenweisheiten zu sein, dass man Hefeteig an einem warmen Ort gehen lassen muss. Allerdings durfte ich vor ein paar Wochen feststellen, dass der Hefeteig, den ich für Char Sui Bao (Rezept folgt demnächst) am Vorabend gemacht hatte und über Nacht im Kühlschrank lagern wollte, am nächsten Morgen doppelt so gross war wie vorher & dementsprechend leider auch aus dem Frischhaltebeutel ausgebrochen war. Also mache ich hier jetzt mal das Statement, dass Hefeteig nur keine grossen Temperaturschwankungen oder Zugluft mag und das mit dem warmen Ort totaler Humbug ist.
Kurz vor Ablauf der Stunde den Backofen auf 180°C (Unter- & Oberhitze) vorheizen und eine Backform mit hohem Rand & der Butter zum Butter schmelzen in den warm werdenden Ofen stellen. Zimt & Zucker in einer kleinen Schüssel mischen. Aus dem Teig kleine Kugel formen (kleiner als die Backform hoch ist) und jede einzeln zuerst in der geschmolzenen Butter und anschliessend im Zimtzucker wälzen und nebeneinander in die Backform legen. Restlichen Zimtzucker darüberstreuen und im vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen. Mit einem Holzschaschlikspiess in der Mitte testen, ob die Zimtbuchteln gar sind. Sie sind es, wenn kein Teig am Spiess kleben bleibt.
Warm schmecken sie am Besten, also nur leicht auskühlen lassen & mit Milchkaffee, Tee oder anderen Heissgetränken geniessen.
Bon Appetit!
Was tun, um sich die Zeit zwischen dem ausgiebigen Frühstück & dem Dinner beim neuen Italiener um die Ecke zu vertreiben? Ganz einfach - Mama's Milchkaffee schlürfen und dazu Zimtbuchteln naschen.
Zimtbuchteln - klingt ja irgendwie komisch dachte ich, als ich in dem neuen Kochbuch, was mir mein Mann vor ein paar Wochen von einem seiner Bookstore Trips mitgebracht hat (damit ich kein Kommentar über die für ihn selber erworbenen Fotobücher fallen lasse?! ), rumgeblättert habe. Das dazugehörige Bildchen versprach aber eine Leckerei, also habe ich es an einem Samstag mit ähnlichen Wetterverhältnissen wie heute mal ausprobiert. Und ich muss sagen - super lecker & am Abend war kein Platz mehr im Bauch für Abendessen. Die Portions- und Mengenangaben passen genau (ist ja leider bei nicht allen Kochbüchern/ Rezepten so) und drum gibts das heute für die ganze Rasselbande (6 Leute) und nicht nur für 2 yummy Zimtbuchteln zum Kaffee.
Eigentlich sind Zimtbuchteln Hefebrötchen in Zimtzucker gewälzt und in einer Backform gebacken und sind schnell und einfach gemacht:
200 ml Milch
80 gr Butter
500 gr Weissmehl
20 gr Hefe
100 gr Zucker
2 Eier
100 gr Butter
50 gr Zucker
3-4 TL Zimt
Für den Hefeteig die Butter in warmer Milch schmelzen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. In einer grossen Schüssel Mehl & Zucker einfüllen und in der Mitte eine Mulde bilden. Dort die Eier und die Milchbuttermischung einfüllen und die Hefe hineinbröseln. Mit einer Küchenmaschine (mein liebstens Küchengerät von KitchenAid) oder Handmixgerät zu einem weichen, aber nicht klebrigen Hefeteig verkneten. Also eventuell doch etwas mehr Mehl nehmen, wenn die Eier zu gross waren. Den Teig aus der Schüssel nehmen und die Schüssel leicht von innen einölen, damit der Teig schön gehen kann und nachher einfach wieder aus der Schüssel rauskommt. Den Teig wieder zurücklegen und mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem nicht zugigen Ort für ca. 1 Stunde gehen lassen.
*** Es scheint eine der vielen Küchenweisheiten zu sein, dass man Hefeteig an einem warmen Ort gehen lassen muss. Allerdings durfte ich vor ein paar Wochen feststellen, dass der Hefeteig, den ich für Char Sui Bao (Rezept folgt demnächst) am Vorabend gemacht hatte und über Nacht im Kühlschrank lagern wollte, am nächsten Morgen doppelt so gross war wie vorher & dementsprechend leider auch aus dem Frischhaltebeutel ausgebrochen war. Also mache ich hier jetzt mal das Statement, dass Hefeteig nur keine grossen Temperaturschwankungen oder Zugluft mag und das mit dem warmen Ort totaler Humbug ist.
Kurz vor Ablauf der Stunde den Backofen auf 180°C (Unter- & Oberhitze) vorheizen und eine Backform mit hohem Rand & der Butter zum Butter schmelzen in den warm werdenden Ofen stellen. Zimt & Zucker in einer kleinen Schüssel mischen. Aus dem Teig kleine Kugel formen (kleiner als die Backform hoch ist) und jede einzeln zuerst in der geschmolzenen Butter und anschliessend im Zimtzucker wälzen und nebeneinander in die Backform legen. Restlichen Zimtzucker darüberstreuen und im vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen. Mit einem Holzschaschlikspiess in der Mitte testen, ob die Zimtbuchteln gar sind. Sie sind es, wenn kein Teig am Spiess kleben bleibt.
Warm schmecken sie am Besten, also nur leicht auskühlen lassen & mit Milchkaffee, Tee oder anderen Heissgetränken geniessen.
Bon Appetit!
Sonntag, 28. März 2010
Ein verregneter Sonntag - Frühstück im Pyjama gefällig?!
Was machen, wenn die Wettervorhersage für den Sonntag nur Regen voraussagt?! Der Wohnungsputz, Wäsche waschen und der Einkauf für's Wochenende und die kommenden Tage sind auch schon am Samstag erledigt, weil man ja die Hoffnung auf sonnige Abschnitte am Sonntag erst Sonntag Abend aufgeben will... Und deshalb für Sonntag die lästigen Hausarbeiten schon abgehakt sein sollten. Also was tun?! Ich schlafe gerne aus und geniesse ein langes & ausgiebiges Frühstück und weil man ja im Regen auch nicht aus dem Haus gehen muss - kann man dieses ja auch gleich noch im Pyjama tun.
Seit meiner Zeit in NYC bin ich ein grosser Fan des American Breakfast mit Rührei & Bacon, Omelette, Eggs Benedict oder Pancakes mit Ahornsirup - vielleicht nicht alles an einem Sonntag Vormittag - aber man kann ja schön variieren, denn in unseren Breitengraden gibt es ja durchaus mehrere verregnete Sonntage.
Heute morgen stand mir der Sinn eher nach etwas Süssem, also habe ich Buttermilk Pancakes für meinen Mann & 2 Frühstücksgäste zubereitet.
Was braucht man denn eigentlich für ca. 12 Pancakes (vielleicht hat man ja spontan alles im Vorratsschrank):
60 gr Butter
250 gr Mehl
1 Prise Salz
3-4 EL Zucker (oder noch mehr, wenn man's süss mag - ich süsse lieber mit etwas oben drauf)
2 TL Backpulver
375 ml Buttermilch (wenn man keine daheim hat, geht auch normale Milch, aber hiermit schmeckt's besser)
1 grosses Ei
Sonnenblumenöl
Zimtzucker, Ahornsirup, Butter, Fruchtsauce, Nutella, Marmelade
Die Butter in einem Topf schmelzen. Das Mehl mit dem Salz, Zucker und Backpulver vermischen. Das Ei mit der Buttermilch und der geschmolzenen Butter vermischen und mit der Mehlmischung mit einem Schneebesen oder für Rührfaule mit dem Handmixer verrühren.
In einer grossen beschichteten Pfanne einen Esslöffel Öl erhitzen (nicht zu heiss werden lassen - ich habe Stufe 4 auf meinem Herd, der 6+ Stufen hat genutzt) und mit einer Saucenkelle 2 Mal ein wenig Teig in die Pfanne geben und mit dem Rücken der Kelle leicht ausstreichen, so dass zwei kleine runde Pancakes entstehen; Durchmesser sollte ca. 12cm sein, aber etwas grösser oder kleiner ist auch gut. Nach ca. 2-3 Minuten umdrehen und auch diese Seite 2-3 Minuten backen lassen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.
Entweder sofort servieren oder auf einer Platte im 75°C warmen Backofen warm halten bis alle Pancakes gebacken sind.
Je nach Gusto mit Zimtzucker, Ahornsirup, Butter, Fruchtsauce, Nutella, Marmelade servieren. Klassisch amerikanisch wäre Butter und Ahornsirup - aber warum nicht abwandeln?! Ich mag am Liebsten Zimtzucker und frische Erdbeersauce... hmh... yummy :-)
Also raus aus dem Bett, ran an den Herd und nach dem Frühstück auf's Sofa und Zeitung lesen, DVD schauen oder nochmals einschlummern!
Bon Appetit!
Seit meiner Zeit in NYC bin ich ein grosser Fan des American Breakfast mit Rührei & Bacon, Omelette, Eggs Benedict oder Pancakes mit Ahornsirup - vielleicht nicht alles an einem Sonntag Vormittag - aber man kann ja schön variieren, denn in unseren Breitengraden gibt es ja durchaus mehrere verregnete Sonntage.
Heute morgen stand mir der Sinn eher nach etwas Süssem, also habe ich Buttermilk Pancakes für meinen Mann & 2 Frühstücksgäste zubereitet.
Was braucht man denn eigentlich für ca. 12 Pancakes (vielleicht hat man ja spontan alles im Vorratsschrank):
60 gr Butter
250 gr Mehl
1 Prise Salz
3-4 EL Zucker (oder noch mehr, wenn man's süss mag - ich süsse lieber mit etwas oben drauf)
2 TL Backpulver
375 ml Buttermilch (wenn man keine daheim hat, geht auch normale Milch, aber hiermit schmeckt's besser)
1 grosses Ei
Sonnenblumenöl
Zimtzucker, Ahornsirup, Butter, Fruchtsauce, Nutella, Marmelade
Die Butter in einem Topf schmelzen. Das Mehl mit dem Salz, Zucker und Backpulver vermischen. Das Ei mit der Buttermilch und der geschmolzenen Butter vermischen und mit der Mehlmischung mit einem Schneebesen oder für Rührfaule mit dem Handmixer verrühren.
In einer grossen beschichteten Pfanne einen Esslöffel Öl erhitzen (nicht zu heiss werden lassen - ich habe Stufe 4 auf meinem Herd, der 6+ Stufen hat genutzt) und mit einer Saucenkelle 2 Mal ein wenig Teig in die Pfanne geben und mit dem Rücken der Kelle leicht ausstreichen, so dass zwei kleine runde Pancakes entstehen; Durchmesser sollte ca. 12cm sein, aber etwas grösser oder kleiner ist auch gut. Nach ca. 2-3 Minuten umdrehen und auch diese Seite 2-3 Minuten backen lassen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.
Entweder sofort servieren oder auf einer Platte im 75°C warmen Backofen warm halten bis alle Pancakes gebacken sind.
Je nach Gusto mit Zimtzucker, Ahornsirup, Butter, Fruchtsauce, Nutella, Marmelade servieren. Klassisch amerikanisch wäre Butter und Ahornsirup - aber warum nicht abwandeln?! Ich mag am Liebsten Zimtzucker und frische Erdbeersauce... hmh... yummy :-)
Also raus aus dem Bett, ran an den Herd und nach dem Frühstück auf's Sofa und Zeitung lesen, DVD schauen oder nochmals einschlummern!
Bon Appetit!
Samstag, 6. März 2010
Immer noch... oder besser gesagt wieder Winter - dagegen was leckeres aus Asien
Durch meine Eltern und deren Freunden wurde mir von klein auf Essen aus den unterschiedlichsten Teilen dieser Erde vorgesetzt - angefangen mit Indonesien, China, Italien, Deutschland und Europa im Allgemeinen. Der Einfluss aus Indonesien ist leider zu früh versiegt, was mir aber nicht die Erinnerung an die Gerüche und den Geschmack diverser leckerer Gerichte genommen hat & nach wie vor Teil meiner Küche ist.
Vor 20-30 Jahren konnte man kaum asiatische Lebensmittel kaufen (zumindest nicht bei uns in der nächsten "Kleinstadt") & so sind wir ein paar Mal mit der Familie ins nicht so weit entfernte Holland gefahren, wo es schon damals eine riesige Auswahl an asiatischen Gemüsen, Gewürzen und Reis und Nudeln gab. Das hatte mehr als einen positiven Effekt - zum einen das samstägliche Programm war gesichert, zu anderen war die Vorratskammer wurde wieder mit asiatischen Leckereien gefüllt und zu guter Letzt konnten wir irgendwo fantastisch und (fast) authentisch chinesisch oder indonesisch essen gehen. Hmh... good old times!
Es scheint, für viele indonesische Gerichte gibt es fertige Gewürzmischungen, die dann "Bumbu" irgendwas heissen. Bis letzte Woche dachte ich immer - den Geschmack bekomme ich nie ohne die kleinen schwarzen Dosen von Koningsvogel hin... musste ich aber, denn hier scheint man die Marke nicht zu kennen & es gibt generell mehr Thai/Vietnam/China Ware als Indonesische...
Ich habe mal wieder Rezepte gewälzt und meine eigene Variante von (Beef) Rendang gekocht:
2 Zwiebeln, grob gehackt
4 Knoblauchzehen, grob zerkleinert
2 rote frische kleine Chilis, entkernt und in schmale Streifen geschnitten
1 Stück Ingwer von ca. 2-3 cm, sehr fein gewürfelt
1 EL Kurkuma
1 TL Kreuzkümmel (Cumin)
2 TL gemahlener Koriander
1 TL Chilipulver
1/4 TL Nelkenpulver
1 Stengel Zitronengras
1 Stange Zimt
1 kg Rindsgulasch, mit wenig Sehnen in ca. 2cm grosse Würfel geschnitten
400 ml Kokosmilch (Achtung! Muss ungesüsst sein)
4 EL brauner Zucker
2 EL Tomatenmark
Salz
evtl. Zitronensaft
Ich hoffe, dass ihr das ganze Rezept und die Zubereitung vor dem Einkaufen lest, denn was ihr unbedingt braucht (bzw. Euer Kochvergnügen wirklich vereinfacht), ist eine Küchenmaschine, die einen "Zerkleinerer" hat. Ich habe vorhin mal versucht herauszufinden (Danke Google browser), wie man das Gerät, was ich meine, nennt... "Zerhacker" oder "Zerkleinerer" - beides klingt irgendwie merkwürdig in meinen Ohren - aber nun... vielleicht googled ihr mal Moulinette - dann bekommt ihr ein Bild von der Küchengerätschaft, von der ich spreche :-)
Wenn ihr also ein solches Gerät erworben habt oder aber schon eines im hintersten Schrank Eurer Küche verstaut war, dann kann's ja mit dem Kochen losgehen.
Zwiebel, Knoblauch, Chili, Ingwer und alle Gewürze bis auf das Zitronengras & der Zimtstange mit 1/8 Liter kaltem Wasser in die Moulinette geben und alles sehr fein pürieren. Das Rindergulasch in einen hohen Topf geben (dann wird der Herd nicht so gesprenkelt) und die Gewürzmischung sowie Zitronengras & Zimt dazu geben. Alles schön mischen und auf höchster Stufe erhitzen. Wenn es kocht 2-3 Minuten brutzeln lassen und dann mit der Kokosmilch auffüllen. Die Flamme auf 3-4 herunter stellen und ca. 2 1/2 Stunden köcheln lassen. Die Konsistenz der Sauce sollte dickflüssig, aber nicht "trocken" werden - also eventuell müsst Ihr ein bisschen Wasser nachgiessen. Das Fleisch sollte schön zart sein - wenn es also nach der angegebenen Zeit noch nicht so weit ist, das ganze lieber noch weiter schmurgeln lassen, denn es sollte auf der Zunge zergehen. Zum Schluss das Tomatenmark & den Zucker unterrühren und mit Salz und vielleicht einem Hauch Zitronensaft abschmecken. Zimtstange & Zitronengras entfernen.
Hierzu passt meiner Meinung nach nur Reis - und zwar Duft oder Jasmin Reis. Bitte Hände weg von Uncle Ben's oder anderem Beutel Reis...! Zuhause haben wir Reis immer ohne Salz gekocht & bei diesem Gericht ist auch wirklich kein Salz nötig, denn die Sauce & das Fleisch sind super würzig.
Bon Appetit!
Vor 20-30 Jahren konnte man kaum asiatische Lebensmittel kaufen (zumindest nicht bei uns in der nächsten "Kleinstadt") & so sind wir ein paar Mal mit der Familie ins nicht so weit entfernte Holland gefahren, wo es schon damals eine riesige Auswahl an asiatischen Gemüsen, Gewürzen und Reis und Nudeln gab. Das hatte mehr als einen positiven Effekt - zum einen das samstägliche Programm war gesichert, zu anderen war die Vorratskammer wurde wieder mit asiatischen Leckereien gefüllt und zu guter Letzt konnten wir irgendwo fantastisch und (fast) authentisch chinesisch oder indonesisch essen gehen. Hmh... good old times!
Es scheint, für viele indonesische Gerichte gibt es fertige Gewürzmischungen, die dann "Bumbu" irgendwas heissen. Bis letzte Woche dachte ich immer - den Geschmack bekomme ich nie ohne die kleinen schwarzen Dosen von Koningsvogel hin... musste ich aber, denn hier scheint man die Marke nicht zu kennen & es gibt generell mehr Thai/Vietnam/China Ware als Indonesische...
Ich habe mal wieder Rezepte gewälzt und meine eigene Variante von (Beef) Rendang gekocht:
2 Zwiebeln, grob gehackt
4 Knoblauchzehen, grob zerkleinert
2 rote frische kleine Chilis, entkernt und in schmale Streifen geschnitten
1 Stück Ingwer von ca. 2-3 cm, sehr fein gewürfelt
1 EL Kurkuma
1 TL Kreuzkümmel (Cumin)
2 TL gemahlener Koriander
1 TL Chilipulver
1/4 TL Nelkenpulver
1 Stengel Zitronengras
1 Stange Zimt
1 kg Rindsgulasch, mit wenig Sehnen in ca. 2cm grosse Würfel geschnitten
400 ml Kokosmilch (Achtung! Muss ungesüsst sein)
4 EL brauner Zucker
2 EL Tomatenmark
Salz
evtl. Zitronensaft
Ich hoffe, dass ihr das ganze Rezept und die Zubereitung vor dem Einkaufen lest, denn was ihr unbedingt braucht (bzw. Euer Kochvergnügen wirklich vereinfacht), ist eine Küchenmaschine, die einen "Zerkleinerer" hat. Ich habe vorhin mal versucht herauszufinden (Danke Google browser), wie man das Gerät, was ich meine, nennt... "Zerhacker" oder "Zerkleinerer" - beides klingt irgendwie merkwürdig in meinen Ohren - aber nun... vielleicht googled ihr mal Moulinette - dann bekommt ihr ein Bild von der Küchengerätschaft, von der ich spreche :-)
Wenn ihr also ein solches Gerät erworben habt oder aber schon eines im hintersten Schrank Eurer Küche verstaut war, dann kann's ja mit dem Kochen losgehen.
Zwiebel, Knoblauch, Chili, Ingwer und alle Gewürze bis auf das Zitronengras & der Zimtstange mit 1/8 Liter kaltem Wasser in die Moulinette geben und alles sehr fein pürieren. Das Rindergulasch in einen hohen Topf geben (dann wird der Herd nicht so gesprenkelt) und die Gewürzmischung sowie Zitronengras & Zimt dazu geben. Alles schön mischen und auf höchster Stufe erhitzen. Wenn es kocht 2-3 Minuten brutzeln lassen und dann mit der Kokosmilch auffüllen. Die Flamme auf 3-4 herunter stellen und ca. 2 1/2 Stunden köcheln lassen. Die Konsistenz der Sauce sollte dickflüssig, aber nicht "trocken" werden - also eventuell müsst Ihr ein bisschen Wasser nachgiessen. Das Fleisch sollte schön zart sein - wenn es also nach der angegebenen Zeit noch nicht so weit ist, das ganze lieber noch weiter schmurgeln lassen, denn es sollte auf der Zunge zergehen. Zum Schluss das Tomatenmark & den Zucker unterrühren und mit Salz und vielleicht einem Hauch Zitronensaft abschmecken. Zimtstange & Zitronengras entfernen.
Hierzu passt meiner Meinung nach nur Reis - und zwar Duft oder Jasmin Reis. Bitte Hände weg von Uncle Ben's oder anderem Beutel Reis...! Zuhause haben wir Reis immer ohne Salz gekocht & bei diesem Gericht ist auch wirklich kein Salz nötig, denn die Sauce & das Fleisch sind super würzig.
Bon Appetit!
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Asia,
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